Tage am Meer in Bayern

von Thibaut Mollard, aus dem Französischen von Annette Eichinger

Die Anfänge des Digitalzeitalters liegen bereits lange zurück, seine Entwicklung verlief spektakulär und sein Einfluss auf unseren persönlichen und beruflichen Alltag steht außer Zweifel. Mit der Verbreitung des Internets gewinnt die Maschine zunehmend die Oberhand über den Menschen. Zugegeben, die digitale Vernetzung macht sehr vieles einfacher und schneller. Warum also zeitaufwändige Reisen auf sich nehmen, wenn man ebenso gut über Skype von Angesicht zu Angesicht kommunizieren kann? Warum sollte man wie früher Kostenvoranschläge, Übersetzungen und Rechnungen mit der Post schicken, wenn es auch per E-Mail geht? Doch wo bleibt bei alledem die persönliche Begegnung, die es uns ermöglicht, uns besser kennenzulernen, zu verstehen und zusammenzuarbeiten? Die menschliche Dimension geht in der oft seelenlosen und unpersönlichen digitalen Welt verloren.

Thibaut Mollard

Auf zu neuen Ufern

Es geht also nichts über ein persönliches Treffen, um sich kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Und genau das hat BVIW organisiert, um seinen internen und externen Mitarbeitern jenen Teamgeist, der Freiberuflern und überzeugten Einzelkämpfern manchmal fehlt, und eine gemeinsame Vision zu vermitteln.

Aber natürlich würde BVIW niemals auf die Idee kommen, eine bierernste und steife Vollversammlung einzuberufen. Man verabredete sich also für den 23. Juni in den Voralpen Deutschlands ganz nah am bayerischen Meer, dem berühmten Chiemsee, für einen ebenso informativen wie vergnüglichen Aufenthalt. Auf dem Programm: Strategiegespräche und Präsentationen der Dienstleistungen von BVIW, um alle ins Boot zu holen. Außerdem Networking, Ausflüge und gute Laune in einem in jeder Hinsicht idyllischen Rahmen.

Los geht es auf der sonnenbeschienenen Hotelterrasse in Adersberg mit der traditionellen Vorstellungsrunde für die einen und dem freudigen Wiedersehen für die anderen. Ein netter Auftakt zu einer Wanderung, die uns zu einer urbayerischen Jause in einer restaurierten Almhütte führt.

Die Teilnehmer aus unterschiedlichen Ländern (Deutschland, Spanien, Neuseeland, USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Finnland) haben Interessantes zu berichten und die Diskussionen sind anregend.

Annual General Meeting 2016

BVIW – viel mehr als nur Übersetzungen

Am nächsten Tag geht es zur Sache. Es bleibt klassisch, alle Anwesenden nehmen an einer Plenumssitzung teil.

Zunächst präsentieren Anton van Iersel, Ronald Erlandsson-Klein und Richard Peters eine Gesamtschau des Unternehmens, Kundenstimmen und Referenzen und vor allem die Ziele für die Zukunft. Wir erkennen uns alle mühelos in den vorgestellten Projekten wieder – eine der vielen Gemeinsamkeiten, die uns in diesem Saal zusammenbringt.

Dann folgen die auf die Kunden zugeschnittenen Lösungen, die BVIW anbietet. Denn eines ist klar: BVIW ist keine Übersetzungsagentur im eigentlichen Sinne, sondern unterscheidet sich durch die Mehrwerte, die von den Kunden besonders geschätzt werden und die BVIW zu einem vielseitigen Ansprechpartner für Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit machen. Die festangestellten Mitarbeiter von BVIW stellen diese Dienstleistungen im Einzelnen vor und erläutern die damit verbundenen Aufgaben, um den externen Mitarbeitern Anregungen zu geben, wie sie ihr eigenes Kompetenzspektrum gegebenenfalls erweitern können.

Um die Qualität der Übersetzungen sicherzustellen, wird jede einzelne von einem zweiten muttersprachlichen Übersetzer gegengelesen und korrigiert. Der Korrekturleser überprüft Sinngenauigkeit, Grammatik, Rechtschreibung und Interpunktion.

BVIW bietet diese Textüberarbeitung ebenso seinen Kunden als Dienstleistung an, nicht nur für Übersetzungen, sondern für sämtliche Dokumente. Wenn zum Beispiel ein Firmenmitarbeiter einen Text direkt auf Englisch verfassen möchte, aber kein Muttersprachler ist, helfen die englischsprachigen Experten bei BVIW, den Text flüssiger und idiomatischer zu gestalten.

Ein Übersetzer ist immerhin ein Textprofi, der alle Regeln des Schreibens aus dem Effeff beherrscht. Warum soll er also nicht gleich die Dokumente für die Kunden selbst verfassen? Ziel ist es, als Texter und Redakteure für die Unternehmen zu agieren, die Dokumente aller Art wie Produktbeschreibungen oder Marketingtexte benötigen. Dafür stellt der Kunde BVIW die erforderlichen Informationen für die Texterstellung zur Verfügung und führt ein Briefing mit dem Redakteur durch, um ihm die Schlüsselwörter, die wichtigsten Punkte und die zu transportierenden Botschaften genau zu erläutern.

Der sehr informative Vormittag wurde von kurzen Pausen unterbrochen, in denen sich die Teilnehmer über das Gehörte austauschen und noch besser kennenlernen konnten. Dann wurden zwei Softwarelösungen vorgestellt, mit denen BVIW arbeitet: TRARES, eine Datenbank, die sämtliche von BVIW übersetzten Dokumente enthält, ein schon seit mehreren Jahren genutztes zweisprachiges Archiv, in dem man ein Wort oder eine Wendung im Kontext finden kann, und ONTRAM, ein webbasiertes Translation-Memory zum Übersetzen und zur Verwaltung von Übersetzungsprojekten.

Ein rundum gelungenes Treffen

Als krönender Abschluss durfte die touristische Seite nicht fehlen. Der Chiemsee war dabei der ideale Ort, um den Gästen aus dem Ausland den Charme Bayerns nahezubringen: mit einer Schiffstour auf dem See, dem Besuch einer Privatbrauerei auf der Fraueninsel inklusive Erfrischung im malerischen Brauereibiergarten sowie zum Ausklang einem äußerst geselligen Grillabend im Gasthof – nicht einmal die Nachricht vom britischen Referendum zum Brexit konnte die gute Laune trüben.

Fazit: Ein gelungenes Gipfeltreffen in den Alpen oder die Kunst, ausgeprägte Individualisten zu einem Team zusammenzuschweißen, das sich – wenn ich mich auf die zurückliegende EM 2016 beziehen darf – geschickt die Bälle zuspielt, um gemeinsame Ziele zu erreichen.

Ein Dankeschön an Anton, Ronald und Richard!

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