Dolmetschen

Das Dolmetschen gehört, wie auch das Übersetzen, zur Sprach- und Kulturmittlung (Translation) und bezeichnet die mündliche Übertragung eines in der Regel gesprochenen Textes von einer Sprache in eine andere.
Man unterscheidet zwischen Simultan- und Konsekutivdolmetschen. Beim Simultandolmetschen sitzt der Dolmetscher in einer schallisolierten Dolmetschkabine und hört den Redner über Kopfhörer. Seine Verdolmetschung, die beinahe zeitgleich (also simultan) erfolgt, wird per Mikrofon übertragen und kann vom Publikum wiederum über Kopfhörer gehört werden. Aufgrund der hohen geistigen und stimmlichen Belastung arbeiten Simultandolmetscher in der Regel in Teams von mindestens zwei Personen zusammen, die sich in gewissen Zeitabständen abwechseln.
Konsekutivdolmetschen geschieht zeitversetzt. Der Dolmetscher macht sich während des Vortrags bei Bedarf Notizen und produziert anschließend den zielsprachlichen Text. Beim unilateralen Konsekutivdolmetschen, bei dem nur in eine Sprachrichtung gedolmetscht wird, erfolgt die Verdolmetschung nach einzelnen Textpassagen von jeweils rund zehn Minuten. Beim bilateralen Konsekutivdolmetschen, meist bilaterales Dolmetschen oder Gesprächsdolmetschen genannt, übernimmt ein Dolmetscher beide Sprachrichtungen und ermöglicht so die Kommunikation zweier Gesprächspartner, z. B. bei Interviews oder Verhandlungen. Hier sind die Redeabschnitte kürzer, sodass der Dolmetscher meist ohne Notizen arbeitet.

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